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VD

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Rk PRIESTERINNEN
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N E W S L E T T E R    2013




Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

im kommenden Jahr werden es 12 Jahre sein,  seit 7 Frauen auf der Donau
und in der Folge hunderte von Frauen in aller Welt contra legem zu
rkPriesterinnen geweiht wurden:

- 12 Jahre des Kampfes um die Gleichberechtigung der Frau in der rk Kirche
- 12 Jahre, in denen kein hoher Amtsträger der rk Kirche die Türe zur
Gleichberechtigung der Frau auch nur einen Spalt geöffnet hat.

Nur eines wurde erreicht: Es wird in Kirchenkreisen immer mehr davon
gesprochen, dass die "Türe zur Frauenordination geschlossen" bleiben muss.
Das bedeutet, dass es zumindest eine Türe in Richtung Frauenordination
gibt. Welch ein Erfolg! Früher - unter der Herrschaft von Johannes Paul
II. und Josef Ratzinger wurde sogar die Existenz dieser Türe bestritten.

Nun gibt es also diese Türe. Wie sieht sie aus? Was ist dahinter?

Man stelle sich vor, diese Türe ist eine freundliche helle Türe, bemalt
mit angenehmen Farben, verziert mit Blumenornamenten, gestaltet mit
geschwungenen Mustern.

Sicher eine ganz andere Türe, als die sonstigen Türen im Vatikan, die
zumeist schwerhölzern, knarrend, stur, mit Eisenbeschlägen vernagelt und
schwer zu öffnen sind. An der Tür zur Frauenordination
dagegen könnten weiche Scharniere eingebaut sein, geölt mit kostbarem Öl,
leicht zu öffnen  -
  wüsste nur jemand, wo der Schlüssel für das Schloß versteckt ist. Die
Türe ist nämlich mehrfach verschlossen und der Schlüssel steckt nicht.
Irgendein wohl bösartiger Kleriker schien den Schlüssel wohl schon vor
hunderten von Jahren abgezogen zu haben, nachdem er ihn zweimal umgedreht
hatte.

Bis dahin war die Türe offen gewesen:
Frauen leiteten Hauskirchen, Frauen wirkten als Priesterinnen und
Bischöfinnen. Frauen waren voll in die Religion
integriert und jeder wusste, wie schön es ist, wenn Frauen als
Priesterinen und Diakoninnen seelsorgerisch wirken.

Dann aber, als dieser namenlose dämonische Kleriker die Türe zuwarf, den
Schlüssel umdrehte und ihn unter seinem
Priestergewand versteckt aus dem Vatikan hinaustrug, als er wohl hämisch
zurückschaute, abwertende Worte gegen Frauen zurückrief und schrie: Ich
will dieser Kirche die Frauen wegnehmen, sie soll zu Grunde gehen ohne
Frauen, sie soll eingehen, sie soll verarmen, sie soll lieblos werden,
sie soll ungerecht sein (und dazu lachte er schrill) und niemand soll wissen,
wo der Schlüssel zum Öffnen der Türe ist - als er dann mit dem Schlüssel
in einem schwarzes Loch verschwand - wurde die Spaltung der Frauen und
Männer in der rk Kirche besiegelt: Männer stehen in vollem Ornat und mit
aller Macht auf der einen Seite der Türe, Frauen warten auf der anderen Seite.

So verharren beide seit hunderten von Jahren. So lange wie die Türe
verschlossen und der Schlüssel geraubt wurde.

Immer weniger suchten die verbliebenen Kleriker nach dem Schlüssel, immer
weniger wussten sie, wer hinter der Türe wartet und immer weniger konnten
sie sich im Laufe der Jahre an die hoffnungsfrohen Frauen, die
gemeinsamen liebenden Worte, die Schönheit des gemeinsamen Wirkens und an
die Intelligenz des Miteinander erinnern.

Der römische Klerus im Gesamten vergaß die Frauen sogar ganz und
verharrte auf der einen Seite der Türe, bis er selbst die Existenz der
Türe aus seinem Bewusstsein ausblendete.

Selbst die intelligenteren Kleriker nahmen dies so hin und wussten im
Laufe der Jahrhunderte nicht mal mehr, warum man die Frauen hinter die
Türe gesperrt und die Existenz der Türe aus den Schriftstücken gestrichen
hatte. Sie wussten auch gar nicht mehr, was Frauen sind, warum es sie
überhaupt gibt, sie fanden weder praktisch noch theoretisch einen Zugang
zur Weiblichkeit, sondern siedelten die Frauen im Bereich der Sünde an.

Im vergangenen Jahr sind nun einige der schlimmsten Türblockierer
abgezogen, manche unter Druck der allgemeinen Vernunft,
andere freiwillig, weil die Gläubigen signalisierten, dass sie die alten
Herrschaftsstrukturen nicht mehr wollen. Immer mehr kirchliche
Wissenschaftler wagten in der Folge zumindest darüber zu sprechen,
dass man über ein Öffnen der Türe zu den Frauen nachdenken müsse.
Wieder andere haben sogar in einer Predigt oder in
einer Kirchenzeitschrift über einen Zugang zur Frau gesprochen oder
geschrieben, aber andere bestehen nach wie vor darauf, lieber zugrunde zu
gehen, als zuzulassen, dass Frauen ins Zentrum der rk Kirchen kommen,
predigen, begleiten und ermuntern.

So stehen wir auch am Beginn des Jahres 2014 vor der verschlossenen Türe.
Am Rande steht der neue Papst. Er lächelt nach allen Seiten: Zu den
Armen, zu den Hilflosen, zu den Gefangenen und zu den Homosexuellen.
Vielleicht lächelt er in seiner Seele auch in Richtung Frau. Zeigen darf
er das derzeit nicht.

Mit der Hoffnung, dass uns alle der Mut nicht verläßt, und wir weiterhin
nicht aufgeben, den Schlüssel zum Öffnen der verschlossenen Türe zu
suchen, wünschen wir allen unseren Freundinnen, Freunden,
Unterstützerinnen und Unterstützern die Kraft, weiterhin für die
Gleichberechtigung der Frau in der rk Kirche einzutreten.

Dr. Gisela Forster
Gruppe rk Priesterinnen Europa-West
Mitglied in der internationalen Vereinigung RomanCatholicWomenPriests
Priesterinnen@forestfactory.de
www.romancatholicwomenpriests.org
www.virtuelle-dioezese.de






 
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