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       H I R T I N N E N B R I E F  2004/06 vom 1. November 2004

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       HIRTINNENBRIEF zum ALLERHEILIGENFEST und ALLERSEELENFEST

ALLERHEILIGEN und ALLERSEELEN,

die Feste, an denen die meisten Menschen der Heiligen der Kirchen und der
verstorbenen Angehörigen gedenken und auf die Friedhöfe gehen, feiern wir
Anfang November. Es sind Tage, die einem die Vergänglichkeit des
Menschseins bewußt werden lassen: Abschiednehmen ist wie Geborenwerden das
Ereignis im Leben jedes Menschen, das die größten Veränderungen bringt:
Weltenwechsel, einmal hin zu dieser Welt - einmal weg von dieser Erde,
sind zu bewältigen.

GROSSE HERAUSFORDERUNGEN

Dass das nicht leicht ist: Weder die Geburt, noch der Tod, das ist
uns bewußt: Auf die Erde gehen, von der Erde lassen, Leib gewinnen und
Leib loslassen, Geist zur Entfaltung bringen und Geist abgeben, das sind
Prozesse, die zu den größten Herausforderungen des Menschseins gehören.

Für die Geburt haben wir die Hebammen, die uns helfen, das Licht der Welt
zu erblicken. Wer aber, hilft uns am Ende des Lebens? Oder -
Brauchen wir überhaupt Hilfe?

HILFE BEIM STERBEN - STERBEHILFE?

Dem Sterben voraus gehen in der Regel verschiedene Phasen. Manchmal
langsam, manchmal schnell:  Die Organe hören auf zu schweigen, Bewegungen,
Aktivitäten und Hektik nehmen ab, statt aktiv nach vorne zu schauen,
beginnnt der Blick zurück: Wie war mein Leben, was habe ich getan, was
erreicht, was bewegte mich und was bewegte ich. Es wird archiviert und
geordnet.

DER MENSCH BRAUCHT HILFE

In der folgenden Phase wird der Mensch hilfsbedürftig. Der Arzt kommt
öfters, Krankenhausaufenthalte werden häufiger, Hilfsmittel werden
angeschafft, und es kommt der Tag, wo die Verwandten deutlich sagen: Du
brauchst Hilfe.

REAKTIONEN

Es wird Zeit, Abschied zu nehmen, Menschen merken das selbst: Sie hören
auf zu essen, wollen nicht mehr trinken, schließen oft die Augen und
antworten nur noch bruchstückhaft.

BRAUCHT DER MENSCH JETZT HILFEN?
S T E R B E H I L F E ?

DIE WELT IST GESPALTEN:

Das eine Extrem:
"In Belgien und in den Niederlanden nehmen die Fälle von Sterbehilfe zu",
schreibt die SZ am 19. September 2004 und fährt fort: "Die Gesetzeslage
ist verwirrend". In Holland wurden seit die aktive Sterbehilfe legal ist,
d.h., dass durch ein Medikament, z.B. eine Spritze, eine Person vom Leben
"befreit" werden kann, 1815 Menschen durch ein aktives Eingreifen von
aussen umgebracht.

Das andere Extrem:
In anderen Ländern wird zumeist genau das Gegenteil getan: Verwirrte
schwer kranke und sich verabschiedende Menschen werden festgebunden, damit
sie ja nicht stürzen, sie werden künstlich ernährt, damit sie nicht
"verhungern", sie werden übermäßig gehegt und gepflegt, auch wenn ihr
Geist bereits weggetreten ist. Menschen, die nicht mehr denken, nicht mehr
entscheiden, nicht mehr reflektieren und nicht mehr handeln können, werden
mit Apparaten, Medikamenten und Astronautennahrung am Leben gehalten.

Es sind zwei Extreme, zwischen denen Menschen zerrieben werden:

Auf der einen Seite: Es wird getötet, weil ein Gesetz das erlaubt.
Auf der anderen Seite: Es werden Menschen am Leben festgebunden, die gehen
wollen, weil Gesetze so ausgelegt werden.
Je nach Land und nach Gesetz wird zum Sterben gedrängt oder Sterben
verhindert.


Entschieden wird zumeist von dritter Seite, auch wenn Verfügungen
vorliegen und Willenserklärungen getätigt wurden.

WO BLEIBT DER MENSCH?

Die meisten Menschen wollen selbst entscheiden, wann sie Sterben
zulassen wollen: Sie wissen, dass das Ende auf dieser Welt kommt und sie
äußern dies auch. Sie müssen nur gehört werden.

SELBST WOLLEN

Diese Tage erreichte uns eine Zuschrift von einer Frau, die beschrieb, wie
sehr sich ihre Tante ein sanftes Entschlafen wünschte. Diese war
gelähmt, litt an einer unheilbaren Krankheit und wußte, dass das Ende
kommt. Die Medizin wollte den Tod nicht zulassen und was noch schlimmer
ist, der Pfarrer beschimpfte die Frau, dass sie "Selbstmord" macht, wenn
sie sich selbst aufgibt, wenn sie bewußt auf ein Lebensende zugeht. Nur
mit Hilfe ihrer Freunde konnte diese Frau alle Aggressoren um sie herum
fernhalten. Sie konnte sich ins Bett legen und alle abwenden. Friedlich
schlief sie nach wenigen Tagen ein.

Dieses Erlebnis und viele Erfahrungen und Begleitungen, die wir
Priesterinen bei Sterbenden erleben, geben uns die Gewissheit: Der
gewaltlose Tod ist nicht grausam. Die Natur ist nicht brutal. Der Mensch
ist mündig, bewußt auf sein eigenes Sterben zuzugehen. Die Helfer sollen
nicht eingreifen, sondern nur den Sterbenden hören und vor allem schützen:

HÖREN UND SCHÜTZEN

- HÖREN, was Sterbende selbst wollen.
Ihren Wünschen lauschen, nicht widersprechen, nicht überreden, nicht
belügen.
- SCHÜTZEN vor aggressiven medizinischen Eingriffen, schützen vor
Tätern, die ihre Todesvorstellung dem anderen aufzwingen wollen. Schützen
vor Menschen, die ihren Willen dem Sterbenden aufdrängen.

FREUDE AUF DEN HIMMEL

Einen  natürlichen Tod erleben wir immer wieder als friedlich und schön.
Wir, die wir Hospizarbeit leisten, die wir Sterbende pflegen, sie hören
und schützen, erleben immer wieder, in welch sanften und beruhigenden
Phasen der natürliche Tod abläuft:
- als erstes kommt die Entscheidung: Das Bewußtsein, ich gehe, ich
verlasse die Welt
- als zweites kommt die Freude: Die Freude auf den Himmel, auf die
Menschen, die dort auf einen warten. Die Sehnsucht nach der anderen Welt.
- als drittes kommt die Sicherheit: Ich bin in guten Händen: Hier auf
dieser Welt und dort wo ich hingehe, wie auch immer jeder Mensch das nennt
- als viertes kommt das Vertrauen, zu den Menschen, die schützen
- als fünftes kommt das Loslassen all der Dinge, die ans Leben
gebunden haben: Nahrung, Aufputschmedizin, Konflikte, Kämpfe mit
Menschen und Behörden. Alles lassen. Alles loslassen
- als sechstes kommt die Ruhe. Alle Aktivitäten in einem zur Ruhe legen,
gelassen werden, geschehen lassen
- als siebtes kommt die Hingabe an die Natur: die Organe arbeiten
langsamer, die Funktionen nehmen ab, die Atmung wird ruhiger. Die Natur
trägt Sterbende, überschüttet sie mit Glückshormonen und gibt die
Gelassenheit des Lösens.

BRAUCHT DER MENSCH HILFE?

Die Frage: Braucht der Mensch Hilfe, Sterbehilfe,
läßt sich nach diesen Ausführungen so beantworten:
Der Mensch braucht tatsächlich Hilfe, aber nicht in Form von Gewalt von
außen, weder physisch, noch sozial, noch psychisch.

HILFE DURCH SCHUTZ

Der Mensch braucht vielmehr Hilfe durch Schutz, damit er selbst Mensch
sein kann: Im Leben und besonders auch im Sterben.

Ermöglichen wir anderen das Menschsein


Wir wünschen Ihnen ein besinnliches Allerheiligenfest im Kreis ihrer
Familien und Freunde

Christine Mayr-Lumetzberger, Sprecherin für Österreich
Dr. Gisela Forster, Sprecherin für Deutschland
Dr. Patricia Fresen, Leiterin des Ausbildungsprogramms


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  PASTORAL LETTER ON THE FEASTS OF ALL SAINTS AND ALL SOULS

On the feasts of All Saints and All Souls, 1 and 2 November, many people
remember their dead relatives and friends and in Europe most people
visit family graves.  During these days, we become newly aware of the
transitoriness of life:  leaving this world, and being born, are the
two great life-events which bring the greatest changes.  We need to cope
with the change from one world, one state of being, to another.

GREAT DEMANDS MADE ON US

We know that these profound changes are not easy, neither birth nor
death:  coming onto the earth, leaving it, receiving a body, letting go
of one's body, bringing a spirit open to development and giving up that
spirit or moving into a new state of being ... these are all processes
which are part of the greatest challenges that all human beings must go
through.

For the birth process we have midwives, who help us as we first open our
eyes on this world.

But who helps us as we come to the end of life?  Do we in fact need help
during the process of dying?

HELP WHILE WE ARE DYING  -  HELPING PEOPLE TO DIE?

In the process of dying we can generally distinguish various phases.
Sometimes slowly, sometimes fast, the organs begin to slow down;
movement, activity and busy-ness come to an end;  instead of actively
planning for the future and looking ahead, we begin to look back on our
lives and to ask ourselves:  What was my life, what have I done, what
have I achieved, what moved me and what did I move?  All this is
recorded and sorted within.

PEOPLE NEED HELP

In the next few phases, people do need help.  The doctor comes more
often, there are more frequent visits to hospitals, various forms of
assistance are required and there comes the day when one's family says
clearly:  You need help.

REACTIONS

The time is approaching when one must say goodbye.  People know this
within themselves.  They gradually no longer want to eat or drink, they
close their eyes often and respond only minimally to questions or greetings.

DOES ONE NEED HELP AT THIS STAGE?
WHAT ABOUT EUTHANASIA?

The world is divided on this issue.  At one extreme, "in Belgium and
Holland the number of assisted deaths is increasing", says the
Süddeutsche Zeitung of 19 September 2004 and continues:  "The law is
often confusing."  In Holland, since active euthanasia (i.e. by medical
means, an injection for instance, a person is "freed" from life or from
suffering) has been legalized, 1815 people have been killed by active
euthanasia.

At the other extreme, in other countries precisely the opposite is often
the case.  People who are extremely confused, very ill and are in the
process of taking leave of this world, are tied to the bed so that they
do not fall, they are artificially fed, and they are harried and
fussed-over, even when their spirit has already departed.  People who
can no longer think or decide, can no longer reflect or take any action,
are kept technically alive with various kinds of apparatus, medication
and astronaut-feeding.

People are often torn between these two extremes.

On the one hand, people are killed because the law allows it.
On the other, people who are ready to go are forcibly kept alive,
because of the way the law is interpreted.
So in various countries and under various types of law, dying may be
rushed into or prevented for as long as possible.

The decision needs to be made by a third party, even when instructions
are available and a clear expression of the person's wishes has been made.

WHERE IS THE PERSON?

Most people want to decide for themselves when they are ready to meet
death.  They know that the end of their time in this world is
approaching and they express what they want.  They must only be heard.

CHOOSING FOR ONESELF

Recently we received a letter from a woman whose aunt decided that she
no longer wanted to be kept alive by medication or even by nourishment.
  She had suffered for many years from a serious illness and knew that
she was terminally ill.   She knew that she was dying and she was ready
to meet death.   When the parish priest visited her, he upbraided her
for wanting to commit "suicide":  he could simply not understand that
she was brave enough to decide that she was ready to let go and to die
naturally.  Only with the help of family and friends who understood,
could this woman keep the aggression of some doctors and the parish
priest at bay.  She could than lie in bed and let go of everything.
After a few days, she died peacefully and naturally.

This and the many other experiences we women priests have with the
dying, gives us the assurance that a natural, non-violent death is not
terrible or cruel.  Nature is not brutal.  When people facing death,
like the woman in the paragraph above, are mature enough to move
consciously and responsibly into their own death, the helpers should not
interfere, but rather hear what it is the person wants and then, if the
need arises, protect the dying person from those who do not understand
and who want to interfere with nature.

HEARING AND PROTECTING

-  HEARING what the dying person wants, listening attentively to their
wishes, even when not expressed in words, not contradicting, not trying
to persuade, not deceiving the person ...
- PROTECTING the dying person from aggressive medical intervention and
from those who want to force their own ideas or wishes about death onto
the person who is actually facing death.

REJOICING OVER HEAVEN

Again and again, we experience a natural death as peaceful and
beautiful.  Those of us who minister in Hospice or who accompany the
dying, trying to hear and protect them, experience over and over the
gentle, soothing phases of natural death:

-  first comes the decision, the awareness:  I am going, I am leaving
this world.
-  secondly there is the joy, the rejoicing over heaven, over those who
are there already and await us.  There is a longing for the next world.
- thirdly there comes the certainty:  I am in good hands, both here in
this this world and in that other, to which I am going, whatever people
may call it.
- fourthly comes the trust in those who are protecting me.
- fifthly, there is the letting-go of everything that binds us to life:
nourishment, stimulating or preventative medicines, conflicts, struggles
with people and with authority.  Leaving everything, letting-go.
- sixthly, peace comes.  All activities can be left aside peacefully,
Letting-go, letting-be in peace.
- seventh, there is the surrender to nature:  the physical organs slow
down until they no longer function, breathing is slower and more
peaceful.  Nature carries the dying person gently, pours out hormones
that fill the person with peace and happiness and gives the person the
ability to let go gently and freely.

DOES A DYING PERSON, THEN, NEED HELP?

After the above reflections, we can say that a dying person does indeed
need help, not in the form of violent intervention from outside,
neither physical nor social nor spiritual intervention.

HELP BY PROTECTING

The dying person needs to be protected, so that he or she can be most
fully a person, their own person, both in living and in dying.

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We wish you all the blessings of All Saints and All Souls Feasts, of
Halloween, as you celebrate with family and friends.

Christine Mayr-Lumetzberger, Spokesperson for Austria
Dr. Gisela Forster, Spokesperson for Germany
Dr. Patricia Fresen, Co-ordinator of the Program of Preparation for
    Ordination



Lettre Pastorale pour la fête de tous les Saints et le Jour des Morts.
Pour les fêtes de la Toussaint et du jour des Morts, le 1° et le 2 Novembre, beaucoup évoquent le souvenir de leurs parents et amis décédés et en Europe la plupart des gens vont sur les tombes de leur famille . Pendant ces jours nous avons une conscience renouvelée du caractère transitoire de la vie : quitter ce monde et être né sont les deux grands évènements de la vie qui apportent le plus de changement . Il nous faut assumer le passage d'un monde , d'un état d'existence à un autre.

De grandes exigences
Nous savons que ces changements profonds ne sont pas faciles , ni la naissance ni la mort : arriver sur terre , la quitter , prendre corps , le quitter , ouvrir progressivement  son esprit , le laisser aller ou le laisser passer à un autre état d'existence? tout ceci fait partie des plus grands défis que tous les êtres humains doivent relever.
Pour le déroulement de la naissance , nous avons des sages femmes , elles nous aident quand nous jetons notre premier regard sur ce monde.
Mais qui nous aide quand nous arrivons à la fin de notre vie ? Avons -nous réellement besoin d'aide pour le déroulement du « mourir » ?

De l'aide lorsque nous sommes mourants- Aider à mourir ?

Dans le déroulement du « mourir » nous pouvons généralement distinguer plusieurs phases.
L'organisme se ralentit, tantôt lentement, tantôt rapidement ; activité et mouvement arrivent à un terme ; au lieu de regarder en avant et de faire des plans pour le futur , nous commençons à regarder en arrière et à nous poser la question : qu'a été ma vie , qu'ai-je fait, qu'ai-je réussi , qu'est-ce qui m'a animé , qu'est-ce que j'ai fait bouger ? Tout cela est en nous,trié et enregistré.

Besoin d'aide
Dans les périodes suivantes,on a vraiment besoin d'aide . Le docteur vient plus souvent , les rendez-vous à l'hôpital se font plus fréquents, on a besoin de différents formes d'assistance et un jour la famille dit clairement : tu as besoin d'aide

Réactions
Le temps de dire « au revoir » approche.Les gens le sentent en eux-mêmes. Progressivement ils ne veulent plus manger ou boire, ils ferment souvent les yeux et répondent à peine aux questions et aux salutations.

A -t-on besoin d'aide à ce stade ?
Qu'en est-il de l'euthanasie ?

Sur ce sujet, le monde est divisé. A une extrémité, « le nombre des décès assistés augmente en Belgique et en Hollande » , dit le « Süddeutsche Zeitung » du 19 Septembre 2004 et il continue : «la loi est souvent source de confusion» .
En Hollande, depuis qu'on a légalisé l'euthanasie active (i.e. par des moyens médicaux,par exemple une piqûre , quelqu'un est « délivré » de la vie ou de la souffrance) 1815 personnes ont été tuées par euthanasie active.
A l'autre extrémité,dans d'autes pays, l'exact opposé est souvent le cas.
Des personnes souffrant de confusion extrême, très malades et sur le point de quitter ce monde sont attachées dans leur lit pour éviter toute chute, nourries artificiellement.On s'occupe d'elles et on les harcèle, même quand leur esprit les a déjà quitté.Des personnes ne pouvant plus penser ou prendre une décision , réfléchir ou entreprendre une action sont gardées en vie techniquement par toutes sortes d'appareils,de médicaments et de nourriture d'astronaute.
Les gens sont souvent déchirés entre ces solutions extrêmes.
D'un côté, des gens sont tués parce que la loi le permet.
De l'autre, des gens prêts à partir sont maintenus en vie à toute force , à cause d'une certaine interprétation de la loi.
Ainsi selon les pays et selon les types de loi on peut précipiter dans la mort ou l'éviter le plus longtemps possible.
Une tierce personne doit prendre la décision, même quand il y a des instructions et que la personne a clairement exprimé ses souhaits.
Où est la personne ?
La plupart des gens veulent décider par eux-mêmes quand ils sont prêts à rencontrer la mort. Ils savent que la fin de leur temps en ce nonde se termine et ils expriment leur volonté .Il faut seulement les entendre.

Faire son propre choix
Récemment nous avons reçu la lettre d'une femme dont la tante avait décidé qu'elle ne voulait plus être maintenue en vie par un traitement médical ou même par alimentation.Elle avait été gravement malade pendant des années et se savait en phase terminale.Elle se savait mourante et elle était prête à affronter la mort. Quand le prêtre de la paroisse vint la voir, il la réprimanda en disant  qu'elle voulait se suicider : il ne pouvait pas comprendre qu 'elle avait assez de courage pour décider qu'elle était prête à s'abandonner pour mourir de façon naturelle .
C'est seulement grâce à la famille et aux amis qui la comprenaient que cette femme put tenir à distance l'agression de quelques médecins et du prêtre de la paroisse.
Elle put alors rester tranquille dans son lit et tout abandonner.Quelques jours plus tard , elle mourut en paix et de façon naturelle.
Cette expérience et bien d'autres que nous, les femmes prêtres rencontrons avec les mourants , nous donnent l'assurance qu'une mort naturelle non violente n'est ni terrible ni cruelle. La nature n'est pas brutale.Quand les gens affrontés à la mort, comme la personne du paragraphe ci-dessus ont la maturité  suffisante pour entrer dans leur propre mort en toute conscience et responsabilité , les aides ne doivent pas s'interposer mais plutôt entendre ce que la personne veut , et si le besoin s'en fait sentir la protéger de ceux qui ne comprennent pas et veulent interférer avec la nature .

Entendre et protéger
-Entendre ce que le mourant veut, écouter attentivement ses souhaits , même s'ils ne sont pas formulés avec des mots, ne pas contredire, ne pas essayer de persuader,ne pas tromper la personne?.
-Protéger le mourant de toute intervention médicale agressive et de ceux qui veulent imposer leurs propres idées ou souhaits sur la mort à celui qui est réellement affronté à la mort .

La joie du ciel
Maintes et maintes fois nous constatons qu' une mort naturelle est paisible et belle.Celles parmi nous qui exercent leur ministère à l'hospice ou qui accompagnent les mourants en essayant de les entendre et de les protéger constatent à chaque fois les douces et apaisantes étapes d'une mort naturelle :
-Premièrement la décision, la prise de conscience : je m'en vais , je quitte ce monde
-Deuxièmement, la joie, la jubilation au sujet du ciel, de ceux qui y sont déjà et qui nous attendent.Il y a une aspiration au monde à venir.
- Troisièmement, la certitude : je suis entre de bonnes mains, à la fois ici dans ce monde et dans cet autre où je vais quel que soit le nom qu'on lui donne.
-Quatrièmement la confiance en ceux qui me protègent.
-Cinquièmement l'abandon de tout ce qui nous rattache à la vie :alimentation, médicaments préventifs ou de stimulation, conflits, luttes avec les personnes et les autorités.Abandon de tout,lâcher prise.
-Sixièmement, la paix. On peut mettre de côté paisiblement toute activité.
Abandon, lâcher prise dans la paix.
-Septièmement, l'abandon à la nature : les organes ralentissent jusqu'à ne plus fonctionner,la respiration ralentit et s'apaise.La nature porte doucement le mourant, versant des endorphines qui lui permettent de lâcher prise librement et en douceur.

Alors,le mourant a-t-il besoin d'aide ?
Après les réflexions ci-dessus , nous pouvons dire qu'en effet, le mourant a besoin d'aide, mais pas sous forme d'une intervention extérieure violente,qu'elle soit physique, sociale ou spirituelle.
Aide :protection
Le mourant doit être protégé, pour qu' il ou elle soit parfaitement une personne, sa propre personne ,dans sa vie comme au moment de sa mort.

Recevez toutes les bénédictions de tous les Saints et de tous les défunts que vous célébrez en famille et avec vos amis.

Christine Mayr-Lumetzberger, Porte parole pour l'Autriche
Dr Gisela Forster, Porte parole pour l'Allemagne
Dr Patricia Fresen, coordinatrice du cycle de préparation à la prêtrise



 
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